Klimafasten 6. Woche

Woche 6: 25.3.–31.3.2026

Glückselig. Liebevoll.

Mit allen Sinnen wahrnehmen. Offen, sinnlich, empfänglich.

Mit eindrucksvollen Bildern wird die Schöpfung als Braut beschrieben. „Wie schön ist deine Liebe, meine Braut! Wie viel köstlicher ist deine Liebe als Wein und der Duft deiner Salben als alle Balsamöle! Honig träufeln deine Lippen, meine Braut. Honig und Milch ist unter deiner Zunge, und der Duft deiner Gewänder gleicht dem Duft des Libanon.“

Hohelied 4,10-11

Sinnlichkeit, Genuss und Verbundenheit sind der Bibel nicht fremd. Im Gegenteil. In Momenten sinnlicher Erfüllung werden Menschen offen und achtsam und entwickeln einen liebevollen Blick auf ihre Umwelt. Wer liebt, sieht die Welt und das eigene Umfeld mit anderen Augen, entdeckt Sinn, Möglichkeiten, Schönheit und jede Menge buntes, schützenswertes Leben.

In einer zunehmend digitalisierten Welt kommen uns konkrete sinnliche Erfahrungen abhanden. Die Berührung eines Touchscreens ist nicht zu
vergleichen mit der Berührung von Tierfell, Baumblättern, einem Brotlaib oder menschlicher Haut. Wir Menschen brauchen sinnliche Erfahrungen wie
Essen und Trinken. Sie sind lebensnotwendig und öffnen gleichzeitig ein Tor zur Spiritualität. Das Hohelied spricht von einer Sinnlichkeit, in der die Liebe
zum Gegenüber in eine liebevolle Zugewandtheit zur Umwelt überfließt. Der liebevolle Blick verändert die Weltsicht nachhaltig.

 IN DIESER WOCHE

Schwelge ich in sinnlicher Erfahrung, esse ich ein Stück Obst ganz langsam, lausche dem Wind in den Bäumen, rieche an einer Baumrinde, genieße eine liebevolle Umarmung im Einvernehmen.

Versuche ich, mein Umfeld liebevoll anzuschauen, von Herzen ohne Wertung.

Möchte ich eine Mahlzeit achtsam und genussvoll einnehmen und dazu noch jemand einladen, denn geteilter Genuss ist doppelte Freude.

 

 

 

 

Auf unserem Ausstellungsturm finden Sie dazu interessante Medien und die Wochenthemen zum Mitnehmen.

 

Welttag der Poesie

Zum Welttag der Poesie am 21.März „Ich schenke Dir ein Gedicht!“

Nimm dieses oder jenes, oder gleich zwei: 

Der Frühling ist die schönste Zeit

 Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.

Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,

das Bächlein rauscht zu Tal,

es grünt die Saat, es blinkt der See

im Frühlingssonnenstrahl.

(Annette von Droste Hülshoff) 

Neuer Frühling

Die blauen Frühlingsaugen
schauen aus dem Gras hervor;
das sind die lieben Veilchen,
die ich zum Strauß erkor.

Ich pflücke sie und denke,
und die Gedanken all,
die mir im Herzen seufzen,
singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sie

lautschmetternd, dass es schallt;

mein zärtliches Geheimnis

weiß schon der ganze Wald.

(Heinrich Heine)

 

Ist die Freude angekommen?

Schön – so geben Sie diese doch gerne weiter an Ihre Familie, Freunde oder liebe Nachbarn.

Wir sehen uns demnächst in der Bücherei!

 

 

Klimafasten 5. Woche

Woche 5: 18.3.–24.3.2026

Geschenkt. Zeit.

Zeit erfüllend nutzen, für mich – für andere(s)

Wer seine Zeit nur nutzt um Wachstum, Wohlstand und Anerkennung zu erreichen, handelt nicht nachhaltig. Und wer die Gelegenheit hat, Gutes zu tun und es trotzdem nicht tut, der wird vor Gott schuldig. Gott schenkt die Zeit und ich will sie füllen.

JAK, 4, 13-17

Bedeutet mehr arbeiten und dadurch mehr verdienen auch mehr Glück? Das „mehr Glück“ wird u. a. erkauft mit Dienstleistungen und Gütern, die in der Freizeit dafür konsumiert werden müssen. Die Zeit reicht oft gar nicht, all die Güter, all die Freizeitangebote zu nutzen, die wir uns leisten können. Zeit für Gemeinschaft, fürs Ehrenamt, fürs gute Leben wird knapp, an Gütern jedoch haben wir zu viel. Wecken wir doch lieber die Fähigkeiten, die in uns stecken und Lebensfreude schaffen – für uns und andere.

Ein Widerspruch in sich – wer teilt, der gewinnt! Beim Teilen kommt man schnell an seine Grenzen. Aber gerade dann zeigen sich ungeahnte Möglichkeiten. Etwa, wenn man mit einem Projekt an die Öffentlichkeit geht und andere davon profitieren. Oder wenn einer vorprescht, und die andere übernimmt und weiterrennt. Oder wenn der Nachbar die Schere bekommt, wenn die Hecke geschnitten ist. So entsteht eine starke und solidarische Gemeinschaft, bei der aus „Haben“ Teilen wird. Und aus wenig wird genug für alle.

IN DIESER WOCHE

Prüfe ich die Möglichkeiten, die es bei mir vor Ort gibt: fair gehandelte Waren, Unterstützung des Tafelladens, Beitritt zur ökumenischen Initiative „Faire Gemeinde“ o.ä. Was möchte ich nutzen?

Überlege ich: Bin ich bereit, beim Carsharing, Foodsharing oder gemeinsamen Gärtnern mitzumachen? Oder Werkzeuge zu teilen, statt zu kaufen? Welchen ersten Schritt kann ich gehen?

Versuche ich herauszufinden, wo wir gemeinsam ins Handeln kommen können: Welche – auch nicht-kirchlichen – Netzwerke gibt es bereits vor Ort?

 

 

 

Auf unserem Ausstellungsturm finden Sie dazu interessante Medien und die Wochenthemen zum Mitnehmen.

 

 

 

 

Neue Tonies…

Endlich ist es soweit. Die lange bestellten Schranktüren wurden  geliefert und sind eingebaut. Neue Tonies können sicher untergebracht werden.

 

Daher gibt es einige neue Clever-Tonies von Geolini und Löwenzahn. Für die Jüngeren habe wir die Kleine Experten-Tonies angeschafft.

 

Außerdem ganz neu bei uns haben wir die Book-Tonies eingearbeitet.

Alle Tonies können ab sofort ausgeliehen werden.

 

Klimafasten 4. Woche

Woche 4: 11.3.–17.3.2026

Gemeinsam. Leben

Wie leben wir Gemeinschaft mit allem Lebendigen?

„Es ist wie bei unserem Körper: Er bildet eine Einheit und besteht doch aus vielen Körperteilen. Nicht alle haben dieselbe Aufgabe. Genauso sind wir alle ein Leib in Christus. Und jeder Einzelne ist auf die anderen angewiesen.“

 

RÖM 12, 4-5

Gemeinschaft lebt vom Miteinander: Wir brauchen einander, lernen voneinander und teilen. Auch Tiere, Pflanzen und Natur gehören zur Schöpfungsgemeinschaft. Nur im Gleichgewicht gelingt gutes Leben. Jede und jeder zählt – ob mit Zeit, Ideen oder Fürsorge. So wächst Gemeinschaft und wir bewahren die Schöpfung für kommende Generationen.

Dort, wo wir reparieren statt wegwerfen, teilen statt horten, gemeinsam gärtnern statt alleine konsumieren, entsteht lebendige Gemeinschaft – und zugleich schützen wir Klima und Mitgeschöpfe. Ob Repaircafé, Nachbarschaftsfest, Carsharing, Gemeinschaftsgarten oder Carearbeit: Wenn wir Dinge gemeinsam nutzen, achtsam leben, füreinander sorgen und Lebensräume schützen, wächst Gemeinsinn. So verbinden sich gelebter Klimaschutz und solidarisches Miteinander.

IN DIESER WOCHE

Erkundige ich mich: Welche nachhaltigen Gemeinschaftsformen gibt es bei mir vor Ort? Was passt zu mir?

Suche ich Netzwerke, die Ökumene, Nachbarschaft und Umweltschutz verbinden. Wo kann ich meinen Handabdruck hinterlassen?

Überlege ich: Welchen ersten Schritt gehe ich, um „Hand in Hand für die ganze Schöpfung“ Gemeinschaft zu gestalten?

 

 

 

Auf unserem Ausstellungsturm finden Sie dazu interessante Medien und die Wochenthemen zum Mitnehmen.