Klimafasten 4. Woche

Woche 4: 11.3.–17.3.2026

Gemeinsam. Leben

Wie leben wir Gemeinschaft mit allem Lebendigen?

„Es ist wie bei unserem Körper: Er bildet eine Einheit und besteht doch aus vielen Körperteilen. Nicht alle haben dieselbe Aufgabe. Genauso sind wir alle ein Leib in Christus. Und jeder Einzelne ist auf die anderen angewiesen.“

 

RÖM 12, 4-5

Gemeinschaft lebt vom Miteinander: Wir brauchen einander, lernen voneinander und teilen. Auch Tiere, Pflanzen und Natur gehören zur Schöpfungsgemeinschaft. Nur im Gleichgewicht gelingt gutes Leben. Jede und jeder zählt – ob mit Zeit, Ideen oder Fürsorge. So wächst Gemeinschaft und wir bewahren die Schöpfung für kommende Generationen.

Dort, wo wir reparieren statt wegwerfen, teilen statt horten, gemeinsam gärtnern statt alleine konsumieren, entsteht lebendige Gemeinschaft – und zugleich schützen wir Klima und Mitgeschöpfe. Ob Repaircafé, Nachbarschaftsfest, Carsharing, Gemeinschaftsgarten oder Carearbeit: Wenn wir Dinge gemeinsam nutzen, achtsam leben, füreinander sorgen und Lebensräume schützen, wächst Gemeinsinn. So verbinden sich gelebter Klimaschutz und solidarisches Miteinander.

IN DIESER WOCHE

Erkundige ich mich: Welche nachhaltigen Gemeinschaftsformen gibt es bei mir vor Ort? Was passt zu mir?

Suche ich Netzwerke, die Ökumene, Nachbarschaft und Umweltschutz verbinden. Wo kann ich meinen Handabdruck hinterlassen?

Überlege ich: Welchen ersten Schritt gehe ich, um „Hand in Hand für die ganze Schöpfung“ Gemeinschaft zu gestalten?

 

 

 

Auf unserem Ausstellungsturm finden Sie dazu interessante Medien und die Wochenthemen zum Mitnehmen.

 

 

 

Klimafasten 3. Woche

Woche 3: 4.3.–10.3.2026

Gut. Versorgt.

Vom Gesund-Sein und Sich-Versorgt-Wissen

Der Psalmbeter lobt Gott für sein Handeln in der Welt. Wie gut Mensch und Natur versorgt sind. Gott heilt unsere Wunden. Er schenkt Regen und lässt Gras und Futter für das Vieh wachsen und sättigt die Menschen mit dem besten Weizen. Gott versorgt und heilt.

Psalm 147

Die Vision aus dem Psalm: Frieden und Gerechtigkeit auf Erden. Leben in Fülle. Gott hat alles in seiner Hand. Seine Geschöpfe sind gut versorgt mit allem, was diese zum Leben brauchen. Nahrung, Kleidung, sichere Wohnung dazu Sinn und Halt im Leben. Er selbst heilt zerbrochene Beziehungen. Mit dieser Vision könnten wir in umfassendem Sinne gesund sein. Gesund an Körper und Geist.

Was bedeutet für mich Gesund-Sein?
Wann fühle ich mich wohl und gut versorgt?
Was ist zu viel für meine Gesundheit und die Gesundheit des Planeten?

Wir können uns der Vision nähern. Dabei kommt unserem eigenen Körper eine besondere Bedeutung zu. Das hatte auch schon Paulus erkannt, wenn er an die Korinther schreibt „wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist…“ (1. Korinther 6,19). Er ruft weiter dazu auf Gott mit unserem Leibe zu loben. Das ist mehr als ein antikes Gesundheitsprogramm. Wie wir mit unserem Körper umgehen, hat Einfluss auf die Welt. Wie viel und was nehmen wir zu uns, woher kommen die Lebensmittel? Nicht mehr als genug, bio, regional, pflanzlich? Das hält uns gesund und die Erde auch. Und eine gesunde Erde tut wiederum uns gut.

IN DIESER WOCHE

frage ich mich: Wo ich in meinem Alltag erlebe, dass ich gut versorgt bin?

Wie kann mich der Psalm leiten, meinen Körper und meine Seele gesund zu erhalten?

Wo erlebe ich Brüche zu der Vision aus dem Psalm?

 

 

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Klimafasten 2. Woche

Woche 2: 25.2.–3.3.2026

Gerecht. Lebenswert.

Wie sieht Gerechtigkeit aus? Ich habe genug – und andere?

Ein Hausherr stellt den Tag über Arbeiter für seinen Weinberg ein. Am Abend bezahlt der Verwalter jedem Arbeiter einen Denar, beginnend mit den zuletzt gekommenen. Da murren die zuerst eingestellten Arbeiter, hatten sie doch länger gearbeitet. Der Hausherr weist sie zurecht, da sie seine Güte nicht erkennen.

Matthäus 20, 1-16

Jesus stellt unseren Gerechtigkeitssinn auf den Kopf, indem jeder, unabhängig von seiner Leistung, den gleichen Lohn erhält. Dies kann das Gefühl wecken, ungerecht behandelt worden zu sein. Doch Neid und Missgunst entfernen uns von Gott und einem gelingenden Leben und sind der Nährboden für die Spaltung zwischen Menschen und in der Gesellschaft. Die Würde, die Gott den Menschen verleiht, ist unabhängig von Leistung und Verdienst.

Habe ich manchmal das Gefühl, zu kurz zu kommen? Wenn ja – warum?
Warum habe ich mehr als genug zum Leben, während Milliarden Menschen nicht einmal das Nötigste haben – und was macht das mit mir?

Hand aufs Herz: fühle ich mich nicht auch manchmal ungerecht behandelt? All das Gute in unserem Leben ist jedoch ein Geschenk Gottes, das ich mir nicht verdienen kann. Dankbarkeit und Demut öffnen uns für eine Bescheidenheit, die essenziell ist im Kampf gegen die Verschwendung von Ressourcen und deren ungleiche Verteilung. Wenn wir bedingungslos füreinander da sind und nicht auf den eigenen Vorteil schauen, haben wir den ersten Schritt in eine gerechtere und lebenswerte Welt getan.

IN DIESER WOCHE

Überlege ich, wo ich genug bin.

setze ich mich mit meinem Lebensstil und dessen Auswirkungen auf andere Menschen vor allem in Ländern des Globalen Südens auseinander.

überlege ich mir, wie ich mich gemeinsam mit anderen für gerechtere Lebensbedingungen engagieren kann.

 

 

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Klimafasten 2026 – 1. Woche

Woche 1: 18.2.–24.2.2026

Genug. Beschenkt.

Wovon habe ich genug? Was macht mich heute reich?

„Gott wird gelobt für seine wunderbare Schöpfung. Er sorgt für die Erde, die Meere, die Tiere und die Menschen. Alles hat seinen Platz, alles erhält Leben und Nahrung. Wir dürfen erkennen, wie reich wir beschenkt sind, und in Dankbarkeit leben für das, was immer in Fülle da ist. „Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.“

Psalm 104

Ich brauche nur mich und meine Sinne, um die Schönheit und den Reichtum von Gottes Schöpfung wahrzunehmen. Das ist genug. Diese Achtsamkeit öffnet uns für Dankbarkeit. Wie leicht nehmen wir das Vorhandene als selbstverständlich hin – dabei ist es ein Geschenk. Wenn ich dankbar bin für das, was uns täglich begegnet, eröffnet sich mir die Grundlage für alle Fülle.

Was in meinem Leben ist eigentlich wunderbar – auch wenn ich es oft übersehe?
Welche „kleinen Dinge“ des Alltags bereichern mein Leben?
Wo wird das „Genug“ überschritten?

Genug – das klingt nach Stillstand, nach Begrenzung. Doch in Wahrheit lädt es uns ein, tiefer zu tauchen. Es schafft neue Perspektiven, im Vorhandenen die Fülle zu entdecken. So vieles ist uns täglich geschenkt – die Schöpfung, Gemeinschaft, ein neuer Tag. Dankbarkeit öffnet die Augen für die Schönheit im Heute. Sie macht frei von der ständigen Suche und schenkt Zufriedenheit. „Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind, sondern die Dankbaren, die glücklich sind.“ (Francis Bacon, Philosoph, 17.Jh.)

IN DIESER WOCHE

  • Übe ich mich darin, immer wieder innezuhalten und wahrzunehmen – die Dinge, die ich liebe, für die ich dankbar bin.
  • Nehme ich mir Zeit, kleine Details in der Natur wahrzunehmen – wie reich wir in der Schöpfung beschenkt sind.
  • Gehe ich achtsam mit meinen Lebensmitteln um und genieße jeden Bissen. Welch ein Reichtum!

 

 

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Klimafasten 7. Woche

27.3 bis 30.3.2024

EINE WOCHE ZEIT für …

Nachhaltige Veränderungen (Woche 7)

Nun ist die Fastenzeit fast vorbei und der „normale“ Alltag kehrt zurück. Der perfekte Zeitpunkt, innezuhalten und darüber nachzudenken, wie ich die vergangenen Wochen wahrgenommen habe. Was hat mir gefallen, was nicht? Was möchte ich neu, weiter und anders machen? Was kann ich in meinem Leben, meinem Ort und meiner Gemeinde nachhaltig verändern? Wie kann ich zum Segen für meine Mitgeschöpfe, Menschen, Tiere und Pflanzen werden? Und dann: Einfach weitermachen!

„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“

Marie von Ebner-Eschenbach

In dieser Woche

  • überlege ich mir, was mir in den letzten Wochen gut gefallen hat und was ich davon dauerhaft in meinen Alltag übernehmen möchte.
  • freue ich mich darüber, dass ich in den vergangenen sieben Wochen eine Menge CO2 eingespart habe (und wenn ich bei der Klimafit Challenge mitgemacht habe, überprüfe ich, wie viel ich genau eingespart habe).
  • plane ich eine besondere Klimaschutz-Aktion für dieses Jahr – in meiner Kirchengemeinde oder Stadt.
  • suche ich andere Menschen, die mich positiv bestärken, mit mir Erfahrungen teilen und mit mir gemeinsam weiter am aktiven Klimaschutz arbeiten.
  • frage ich mich, was auf Dauer mein richtiges Maß ist und versuche, dieses in meinem Alltag einzuhalten.
  • nehme ich mir vor, im Laufe des Jahres weitere Menschen anzusprechen, die beim Klimafasten 2025 mitmachen.